Schiri-Aufreger in letzter Sekunde bei Hallbergmoos
Fußball Landesliga Südost | Mittwoch, 26.08.2026, 19:30 Uhr
Beim 0:0 gegen den SV Nord Lerchenau wehrt ein Abwehrspieler den letzten Freistoß mit der Hand ab. Der Referee zeigt aber nicht auf den Punkt. Als der VfB Hallbergmoos und der SV Nord Lerchenau zum Landesliga-Duell einliefen, da war so ziemlich alles denkbar – bis auf ein 0:0.
Eher schwache Partie im Stadion am Airport
Tatsächlich bekamen die 250 Zuschauer im Stadion am Airport eine eher schwache Partie zu sehen, in der Hallbergmoos am Ende mit dem einen Zähler zufrieden sein musste. Allerdings hätte es in letzter Sekunde einen Elfmeter für den VfB geben müssen.
Bei den Gästen aus dem Münchner Norden war mit Ex-Löwe Nico Karger nur einer der Starstürmer dabei. Der andere, Karl-Heinz Lappe, war beruflich verhindert. Lerchenau hatte in der ersten Hälfte ein paar Torschüsse mehr – wobei der Kick nicht der große Kracher war. VfB-Akteur Benedikt Orth hatte in der Anfangsphase der Begegnung einen gefährlichen Abschluss, aber danach war bei den Hausherren zu wenig Bewegung im Spiel nach vorne zu erkennen. Der SVN lauerte auf Umschaltsituationen, bekam hier jedoch auch keine wirklichen Steilvorlagen.
Gelb-Rote Karte bringt Hallbergmoos in Bedrängnis
Nach der Pause war die Gelb-Rote Karte für Daniel Müller (54.) der erste Aufreger. Das taktische Foul konnte man so bewerten, wobei der Gästespieler den Kontakt gerne annahm. VfB-Trainer Andreas Giglberger ärgerte sich vielmehr über die Entstehung der Situation, weil sich sein Team bei einem Einwurf ganz billig ausspielen ließ.
In Überzahl agierten fortan nur noch die Münchner, die in der Regel ziemlich monoton angriffen:
Immer wieder suchte die Mannschaft mit Flanken Ex-Profi Karger – und gefühlte 150 Mal köpften die Hallbergmooser den Ball aus dem eigenen Strafraum. Aufsteiger Lerchenau hatte natürlich Torabschlüsse, aber nicht die Riesenbretter. VfB-Keeper Sebastian Kolbe wurde es trotzdem nicht langweilig – und er hielt letztlich auch den Punkt fest.
Zwei Platzverweise und ein verweigerter Handelfmeter
Auch wenn der Sieg sicher nicht verdient gewesen wäre, hätte es diesen am Ende fast noch gegeben. Nach einem weiten Ball war Supersprinter Tobias Krause auf und davon. Kurz vor dem Sechzehner konnte ihn ein Nord-Verteidiger gerade noch legen, also gab es Rot und einen letzten Freistoß vor dem Schlusspfiff.
Den brachte Orth aufs Tor – und ein Abwehrspieler wehrte die Kugel mit der Hand ab. Der Schiedsrichter zeigte jedoch nicht auf den Punkt, sondern pfiff die Partie stattdessen direkt ab, was für lautstarke Proteste aufseiten der Hallbergmooser sorgte.
